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Zukunftsweisende Programme zur Eindämmung
des Klimawandels


Umweltfreundliche Technologien
und Komponenten für Kia-Fahrzeuge werden im Hyundai-Kia-Forschungsinstitut für
Umwelttechnologie entwickelt. Diese einzigartige Einrichtung in der Nähe von
Seoul hat sich ganz der Entwicklung umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte
verschrieben.
Das Institut ist nur eines von
fünf Forschungs- und Entwicklungszentren, die Kia weltweit betreibt. Die
Zentren haben mehr als 10.000 Mitarbeiter und verfügen über ein Jahresbudget
von rund drei Milliarden Euro – das entspricht sechs Prozent des jährlichen
Konzern-Umsatzes.
Das Forschungsinstitut für
Umwelttechnologien befindet sich auf einem etwa drei Hektar großen Areal im
koreanischen Yongin, südlich von Seoul. Es signalisiert schon von der Anlage
her Umweltbewusstsein: Doppelschichtige Mauern sorgen im Winter für einen
Treibhauseffekt und im Sommer für natürliche Luftzirkulation. Hinzu kommen eine
Erdwärme-Heizanlage sowie ein Gesamtdesign, das die größtmögliche Ausnutzung
des Tageslichts erlaubt.
Innen verfügt das Institut über
modernste technische Einrichtungen, darunter eine
Hochdruck-Wasserstofftankstelle (700 bar), einen Testbereich für die
Lebensdauer von Brennstoffzellen, Hitze- und Kältekammern, Labors zur
Reduzierung von Emissionen sowie ein vollautomatisches Fahrzeug-Demontagesystem
im Forschungsbereich Recycling.
Das Forschungsinstitut für
Umwelttechnologien hat zusammen mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum im
koreanischen Namyang die zweite Generation des Sportage FCEV entwickelt. Das
Institut leitet zudem das Testflotten-Projekt der FCEV-Fahrzeuge in Korea und
in den USA. Für die aktuelle Version des Sportage FCEV entwickelten die
Kia-Forscher eine neue Brennstoffzelle, die auch bei Temperaturen von bis zu
minus 20 Grad effizient arbeitet.
Hybrid- und
Brennstoffzellen-Fahrzeuge zeigen für einige Segmente des Automobilmarktes
einen realistischen Weg in eine umweltfreundliche Zukunft. Darüber hinaus
begegnet Kia dem Thema Klimawandel mit einer großen Bandbreite verschiedener
Programme, die alle darauf abzielen, die Umwelt zu schützen und nicht
erneuerbare Ressourcen zu erhalten.
Die Kia-Mitarbeiter in Yongin und
Namyang sind die treibenden Kräfte bei der Erforschung von emissionsarmen
Fahrzeugen, Leichtbau-Fahrzeugen, material- und energiesparenden Fahrzeugen
sowie bei der Erforschung von Produktionsabläufen für Einzelteile.
Die Forschung zur
Emissions-Reduzierung umfasst zudem Aspekte wie hochhitzebeständige Katalysatoren,
Abgasanlagen mit zwei Endrohren, um die Wirksamkeit des
Niedrigtemperatur-Katalysators beim Motorstart zu maximieren, ein
Luftreinigungssystem, das Ozon herausfiltert, sowie eine Reihe von
Dieselabgas-Filtersystemen. Bis 2010 will Kia einen Dieselkatalysator
entwickeln, der 90 Prozent der Stickoxid-Emissionen absorbiert.
In seinem Programm zur
Leichtbauweise von Fahrzeugen arbeitet Kia am umfassenden Einsatz von
Ersatzmaterialien (z.B. Stahl durch hochfesten Stahl, Aluminium oder Magnesium
auszutauschen) sowie an einer Vereinfachung des Designs, damit Autos in Zukunft
aus weniger und nicht so komplexen Bauteilen bestehen. Aluminium ist in hohem
Maße wiederverwertbar und daher ein zukunftsweisendes Material. Kia hat dafür
eine neue Schweißmethode entwickelt, die 150 Prozent der Festigkeit bietet, die
beim herkömmlichen Stahl-Punktschweißen entsteht.
Doch auch wenn Aluminium,
Magnesium und Kunststoffe künftig in der Automobilproduktion wichtiger werden –
bei Volumen-Modellen wird auf absehbare Zeit weiterhin Stahl im Karosseriebau
eine zentrale Rolle spielen. Hochfester Stahl zum Beispiel ist mindestens 25
Prozent stabiler als herkömmlicher Stahl und zudem 10 Prozent leichter. Seit
2006 besteht jedes Kia-Fahrzeug zu einem gewissen Anteil aus hochfestem Stahl.
Kia beabsichtigt, diesen Anteil im Chassis-Bereich bis 2010 auf über 70 Prozent
zu erhöhen.
Weltgrößtes Testprogramm für Hybrid-Fahrzeuge
Kia und Hyundai haben
angekündigt, dem koreanischen Umweltministerium weitere 3.390 Hybrid-Fahrzeuge zur
Verfügung zu stellen – für ein groß angelegtes staatliches Programm, mit dem
die Alltagstauglichkeit dieser Antriebskombination getestet und
Hybrid-Fahrzeuge für die Zukunft entwickelt werden sollen.
Mit dieser Aufstockung der
Testflotte von ursprünglich 780 Fahrzeugen auf mehr als das Vierfache gehört
das koreanische Projekt zu den weltweit größten Testprogrammen für
Zukunftstechnologien. Es ist eines von mehreren Forschungs- und
Entwicklungsprojekten, mit denen Kia umweltfreundliche Fahrzeuge im nächsten
Jahrzehnt zur Serienreife bringen will.
Kia Motors plant, in den
kommenden zwei Jahren neue Varianten der aktuellen Modelle einzuführen, bei
denen die heute verfügbaren Technologien mit maximalem Umwelteffekt eingesetzt
werden, von Leichtlaufreifen über eine optimierte Aerodynamik bis hin zu
reibungsärmeren Motoren und höheren Getriebeübersetzungen.
Längerfristig will die
koreanische Marke ein eigenes Parallel-Hybrid-System einführen, bei dem ein
sparsamer Benzinmotor mit einem 30 kW starken Elektromotor (mit 205 Nm
Drehmoment) kombiniert ist. Zu diesem System gehören ein neues
Sechsstufen-Automatikgetriebe und eine kompakte, leichte und extrem
leistungsfähige Lithium-Polymer-Batterie (5,3 Ah / 270V).
Kia wird den Transfer neuer
Technologien aus Konzeptfahrzeugen in Serienmodelle weiter forcieren und so in
den kommenden Jahren eine große Bandbreite an umweltfreundlichen Fahrzeugen auf
den Markt bringen.