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Kia-SUV mit Brennstoffzelle erstmals in Europa

 

Im Rahmen des Kia-Programms zur Brennstoffzellen-Forschung wurde der Kia Sportage FCEV vielen Tests unterzogen und kontinuierlich weiterentwickelt. Jetzt hat Kia den Prototypen des neuen Kia Sportage FCEV erstmals nach Europa transportiert, um ihn hier den Medien zu präsentieren.

Die intensive Forschung hat zu zahlreichen Neuentwicklungen geführt, darunter eine stärkere 100-kW-Brennstoffzelle sowie eine neue Lithium-Polymer-Batterie mit 152 Volt. Dadurch ist der Sportage FCEV leistungsstärker geworden, hat eine deutlich vergrößerte Reichweite und verbesserte Kaltstart-Qualitäten, ist also auch in kühlen Regionen und Jahreszeiten einsatzfähig.

Die Brennstoffzelle des Sportage FCEV ist an der üblichen Stelle unter­gebracht: im Motorraum. Sie leistet 136 PS (100 kW) und ermöglicht dem Kompakt-SUV eine Höchstgeschwindigkeit von 155 Stundenkilometer. Zum Vergleich: Die erste Generation des Sportage FCEV verfügte über eine 80 kW starke Brennstoffzelle und erreichte 150 Stundenkilometer. Mit dem 152 Liter fassenden Wasserstofftank, der unten im Fahrzeug vor den Hinterrädern positioniert ist, besitzt das jüngste Kia-Forschungsfahrzeug eine Reichweite von 300 Kilometern.

„Es ist sehr spannend, diese neue Phase unseres Forschungsprogramms zu erreichen“, sagt Dr. Hyun-Soon Lee, President of Research & Development der Hyundai-Kia Automotive Group. „Wir haben den Punkt erreicht, Brennstoffzellen-Fahrzeuge auch in größerem Umfang für Flottentests zu produzieren. Der aktuelle Sportage FCEV hat uns der kommerziellen Nutzung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb näher gebracht.“

„Der Einsatz unserer Brennstoffzellen-Technologie in einem kleineren, kompakteren Fahrzeug war eine große Herausforderung – und ich bin sicher, dass unsere Ingenieure sie voll erfüllt haben. Der neue Sportage FCEV bringt Kia einen großen Schritt näher zu seinem Ziel, bis 2010 ein wirtschaftlich rentables Null-Emissionen-Auto auf Basis der Brennstoffzellen-Technologie zu entwickeln“, so Lee abschließend.

Schon während der Entwicklung des regulären Kia Sportage wurde parallel eine Version des Kompakt-SUVs mit Brennstoffzellenantrieb konzipiert. Kia Motors hat damit verdeutlicht, dass das Unternehmen gleichzeitig Modelle mit Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellenfahrzeuge entwickeln kann. Kia ist auch in der Lage, die Effizienz und Qualitätskontrolle im Produktionsprozess von Brennstoffzellenfahrzeugen weiter deutlich zu steigern.

Der Sportage FCEV ist mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen ausgerüstet sowie mit einem „E-Drive“-Antriebsstrang der neuesten Generation, der wie der Elektromotor und die Steuereinheit von Kia Motors selbst entwickelt wurde. Statt der Stahlkarosserie des Serienmodells kommt bei der Konstruktion des Sportage FCEV eine Mischung aus Stahl- und Aluminium-Komponenten zum Einsatz. Dadurch ist das Leistungsgewicht des Brennstoffzellenfahrzeugs – trotz des schwereren Antriebsstranges – ähnlich dem des regulären Sportage. Auch der großzügige Innenraum, der niedrige Geräuschpegel und das kultivierte Fahrverhalten des Serienmodells sind beim Sportage FCEV erhalten geblieben.


(Stand: September 2008)

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